Stauraum am Limit
Wie viel passt wirklich in den WEINSBERG X-PEDITION bei der Dakar?
Heute geht’s um ein Thema, das man erst versteht, wenn man wirklich draußen unterwegs ist: Stauraum. Denn ja: Der X‐PEDITION fährt sich brutal gut und funktioniert – aber in Saudi‐Arabien waren wir nicht „im Urlaub“.
Wir waren mit dem Team unterwegs, haben produziert, getestet, geschraubt – und hatten dementsprechend auch Zeug dabei wie sonst keiner. Ergebnis: Stauraum am Limit.
Real Talk: Zu zweit reicht’s – aber nicht mit Dakar‐Equipment
Für zwei Personen ist das Konzept grundsätzlich stark. Aber: Wir hatten exorbitant viel dabei. Und dann wird’s eng.
- jedes Fach ausgenutzt
- Heckgarage komplett voll
- Bad war bei uns nicht mehr wirklich Bad, sondern Abstellkammer
- morgens/abends umschichten: Bett → Sitze → Bett
Wichtig: Für einen normalen Urlaub ist das mehr als ausreichend. Bei uns war’s einfach Extremfall.
Was bei uns alles rein musste (und sonst niemand dabei hat)
Nur mal als Eindruck, warum es so voll war:
- Kamera‐Cases (wasserdicht, stoßfest)
- Ladekabel, Netzteile, Actioncams, Saugnapf‐Halterungen
- Ersatzteile & Technik: Sicherungen, Luftfilter, Kühlwasser, Öl, AdBlue
- Tools: Abschleppseil, Starterkabel, Spanngurte
- Sicherheitszeug: First Aid Kit, Feuerlöscher, Warnwesten
- Wüstenkram: Spaten, Wasser, Kanister
Und genau bei sowas merkst du, ob ein Stauraum‐Konzept wirklich clever ist.
Was richtig gut gelöst ist
Ein paar Details haben wir im Alltag echt gefeiert:
- viele kleine Fächer und Ablagen (auch vorne im Fahrerhaus)
- draußen arbeiten: Steckdosen/USB + kleines Licht direkt griffbereit
- Stauraum hinten plus Technik sauber integriert (Ladebooster, Verkabelung etc.)
Was nervt im Extremfall
Wenn alles voll ist, kommen die echten Schwächen raus:
- Frischwassertank‐Zugang: Wenn du dran musst, musst du erstmal ausladen
- Gasflasche (5 kg): im Prinzip nice, aber bei unserem Setup hätten wir den Platz teilweise lieber als Stauraum genutzt
- Toilette verschieben: theoretisch möglich – praktisch bei uns blockiert (weil die Kühlbox auf dem Podest stand)
- Montage‐Detail: eine Kiste war erst falsch montiert, dadurch ließ sich ein Sitz nicht drehen (lösbar, aber nervig)
Unsere Gedanken nach der Reise: Was würden wir ändern?
Nach 20 Tagen Wüste kommt automatisch die Frage: Was braucht man wirklich – und was ist Luxus?
Wir waren uns ziemlich einig:
- Bad ist geil, aber im Camp haben wir es selten genutzt
- Küche könnte kleiner sein (Gas + Induktion ist schon viel)
- weniger Fix‐Einbauten = mehr flexibler Stauraum
Am Ende ist’s Geschmackssache: Der eine will sein eigenes Klo immer. Der andere sagt: „Gib mir Platz und Funktion.“
Fazit
Stauraum im X‐PEDITION reicht locker – solange du normal reist. Bei uns war’s Dakar‐Extremfall: viel Technik, viel Equipment, viel Pflichtkram – und dann bist du sehr schnell am Anschlag. Aber genau das war auch der Test: nicht hoffen, sondern wissen. Und dafür hat das Konzept insgesamt richtig gut funktioniert.
